Zweigverein Wieda

Vereinsgeschichte / Chronik

Der Harzklub Zweigverein Wieda wurde am 01. Juli 1887 im Gasthaus „Grüne Tanne“ gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten u.a. Oberförster Schwabe, der den 1. Vorsitz übernahm und Förster Reese, als sein Stellvertreter. Am 14. Dezember 1927 trat der Wintersportverein Wieda zum Harzklub über, wodurch die Mitgliederzahlt auf 82 stieg.

Am 07. Juni 1943 wurde der Harzklub in das Orts-Heimat-Werk überführt. Führer des O.H.W. war der Tischlermeister Karl Pfeiffer.

Neugründung nach dem Krieg

Karl Kamphenkel nahm mit dem damaligen Hauptvorsitzenden Beneke Gespräche auf, worauf am 03. April 1949 der Zweigverein gegründet wurde. Mechanikermeister Karl Bornkessel wurde 1. Vorsitzender. Bei der Wiedergründung 1939 waren 32 Personen anwesend. 2011 hatte der Verein 100 ordentliche Mitglieder.

Das Überreichen der Eichendorf-Plakette im Jahr 1988 war Ausdruck der Anerkennung für die Verdienste des Harzklubs.

Seit 1949 waren folgende Mitglieder zum 1. Vorsitzenden gewählt:

von 1949 bis 1950 Karl Bornkessel, von 1950 bis 1951 Fritz Hoffmann, von 1951 bis 1955 Hans Peters, von 1955 bis 1957 Karl Bornkessel, von 1957 bis 1986 Hans Peters, von 1986 bis 1988 Eckard Marxen, von 1988 bis 1991 Erich Zimmer,von 1991 bis 1997 Fritz Gentzmer, von 1997 bis 2008 als Ehrenvorsitzender Fritz Gentzmer, von 1997 bis 2015 Hans-Jürgen Marquard, von 2015 bis heute Henning Illers

Wegewart

Die erste Schutzhütte an der Wache wurde am 27. Juni 1909 errichtet. 1911 wurden für 10 Ruhebänke Granitsockel gefertigt, die heute noch erhalten sind. Bedeutsame Wanderwege wurden in Richtung Stöberhai, Ravensberg und in die Orte der Umgebung angelegt.

Nach Gründung des Naturparks Harz 1960 erhielten die Arbeiten neuen Auftrieb. Viele Rundwanderwege wurden angelegt, Zielwanderwege unterhalten, Orientierungstafeln angefertigt. Ruhebänke und Sitzgruppen laden zum Verweilen ein. Elf Schutzhütten, darunter die ausgebrannte „Alte Wache“, konnten neu erstellt werden. Fünf Fußgängerbrücken und zwei Wassertretstellen wurden unterhalten.

Bei der Beschilderung „Historische Grenze“ im Jahr 2006 auf der ehemaligen Grenze zwischen Braunschweig und Hannover, von der Stefan Hütte über den Stöberhai bis zum Kaiserweg, wurde mitgearbeitet.

Am 28.07.2007 wurde der Rad- und Wanderweg auf der Strecke der ehemaligen Südharzeisenbahn eingeweiht. Die Schilder wurden mitentwickelt und angebracht. Der Harzer Baudensteig, der auch durch unser Betreuungsgebiet führt, wurde am 16.06.2010 eingeweiht. Jährlich werden Standort und Zustand der 276 Harzklubschilder überprüft und teilweise erneuert.

 

Heimatgruppe

In den dreißiger Jahren entstand eine Jugendgruppe, die mit Volkstänzen, Gesang und Jodeln erfreute. Nach dem Wiederbeginn 1947 bildete sich unter der Leitung von Gretl Tlusty eine starke Brauchtumsgruppe. Das Ehepaar Editz und Erich Zimmer führte die Arbeit fort. Rainer Anders hauchte 1979 der Heimatgruppe neues Leben ein. Er gründete eine Sing- und Spielgruppe, die 1985 in der NDR-Plattenkiste auftrat. Carsten Imhof mit Sprecher Paul Dittmer und Ludwig Marx setzen die Arbeit fort und leiteten die Brauchtumsgruppe, die einen aktiken Beitrag zur Heimatpflege leisteten und sich durch ihre Erfolge immer wieder selbst motivierten.

Auftritt in Steina zum Kielkoppfest

 

Der Zahn des „demografischen Wandelns“ nagte nicht nur an unserer, sondern auch den Gruppen unserer Nachbarn. Die einen hatten eine starke Instrumentalgruppe und keine Sänger, die anderen hatten Sänger, aber keine Musiker. So kam es am 17.04.2008 zum Zusammenschluss der drei Brauchtumsgruppen Steina, Wieda und Zorge zu den Südharzer Buntspechten. Durch viele Änderungen und neue Lieder können wir nun positiv, zumindest in die nähere Zukunft blicken.

Zithergruppe

Im Jahr 2002 wurde die Zithergruppe „Saitenzauber“ durch Manuela Plümer ins Leben gerufen. Nachdem sie die Gruppe mehrere Jahre erfolgreich geleitet hatte, übernahm nach ihrem viel zu frühen Tod ihr Vater, Helmut Plümer, 2013 die Leitung. Saitenzauber – dieser Name sagt schon alles! Viele flinke Hände zaubern die zarten Klänge aus den wunderschönen Instrumenten hervor und es ist jedesmal ein Genuss, diesen zuzuhören.

Der Bienenpfad

2016 wurde durch Henning Illers der Bienen-Lehrpfad ins Leben gerufen. Mit Genehmigung des Grundstückseigentümers der ev. Kirche wurde dem Harzklub Wieda gestattet, auf ihrem Gelände den Pfad mit Beschilderung über das Leben und die Bedeutung der Bienen anzulegen. In vielen ehrenamtlichen Arbeitstunden wurden Wege und Gelände freigeschnitten und gewartet. Viele Besucher haben bisher die Führungen mit dem „Bienenmann“ H. Illers genutzt und die Informationen gerne angenommen.

 

Der Zweigverein Wieda erhielt den Naturschutz-Förderpreis

  • 2016 für die Ferienpass-Aktion „Rund um die Bienen“, dotiert mit 200,00 EUR
  • 2017den ersten Platz, dotiert mit 1.000 EUR für den Bienenpfad. Die Preisverleihung fand in Sangerhausen statt.
  • 2019 für den Kräutergarten am Glockenturm und Erweiterung des Bienen-Lehrpfades

Zur 130-Jahr-Feier und der damit verbundenen Veranstaltung im Kurhaus wurde dem Zweigverein Wieda für sein Projekt: Bienenpfad das Zertifikat „Typisch Harz“ verliehen.

Kräutergarten

2018 wurde der innerhalb des Bienenpfades der Kräutergarten durch Jean Pierre Signard angelegt. Dieser wird demnächst noch mit weiteren Kräutern und Namensschildern erweitert.

Am 01. Juli 2017 feierte der Zweigverein Wieda sein 130jähriges Bestehen

Vereinszeitung

Im Januar 2019 wurde der „WiedaBote“ ins Leben gerufen. Klaus-Dieter Brumm erhielt die redaktionelle Leitung des zweiseitigen Blattes mit kurzen Informationen aus dem Verein sowie Terminen des Harzklubs und anderen Vereinen aus Wieda.

Ehrungen

2019 wurden geehrt:

  • Margot Gemtzmer mit dem Ehrenzeichen in Gold
  • Hans-Jürgen Marquard und Marianne Marquard für 25 Jahre Mitgliedschaft
  • Renate Signard mit dem Ehrenzeichen in Bronze